Illustration: Handschuh legt Materialstück in beschrifteten Probenbeutel neben Klemmbrett

Asbest-Probe am Boden

Die günstigste Entscheidung der ganzen Sanierung: Ein daumennagelgroßes Stück aus jeder Schicht, ein akkreditiertes Labor, ein Befund. Danach wissen Sie, ob Sie uns brauchen – oder den Bodenleger.

Alle Schichten

Belag, Kleber, Ausgleichsmasse, Estrich – getrennt beprobt und getrennt befundet.

Akkreditiertes Labor

Analyse nach VDI 3866, Ergebnis meist innerhalb weniger Werktage.

Unabhängig

Der Befund kommt vom Labor, nicht von uns – auch wenn er „kein Asbest“ lautet.

Verrechnung

Beauftragen Sie danach die Sanierung, verrechnen wir die Probe.

Warum die Probe vor dem Angebot kommt

Etwa jeder dritte Boden, den wir per Foto als verdächtig einstufen, ist am Ende asbestfrei – Platten aus den frühen 1980ern, asbestfreier Bitumenkleber, ein Steinholzestrich mit Sisal statt Asbest. Für diese Kunden wäre eine Sanierung Geld ohne Gegenwert gewesen. Deshalb bieten wir bei Zweifel zuerst die Probe an. Sie kostet einen Bruchteil der Sanierung und liefert ein Dokument, das Sie in jedem Fall brauchen: als Entwarnung für den Bodenleger oder als Grundlage für die Anzeige bei der Behörde.

So läuft die Probenahme

Wir kommen vorbei, das dauert meist unter einer halben Stunde:

  • **Aufbau ansehen.** Welche Schichten liegen übereinander? Belag, Kleber, Ausgleichsmasse, Estrich – jede kann Asbest enthalten, unabhängig von den anderen.
  • **Angefeuchtet entnehmen.** Mit befeuchtetem Werkzeug wird aus jeder Schicht ein kleines Stück entnommen, ohne Staub zu erzeugen. Die Entnahmestelle wird versiegelt.
  • **Getrennt verpacken.** Jede Schicht kommt in einen eigenen, beschrifteten Beutel – sonst weiß hinterher niemand, welche Schicht positiv war.
  • **Dokumentieren.** Fotos, Raum, Entnahmestelle, Aufbau – das Protokoll geht mit ins Labor und später in Ihre Akte.
  • **Ins Labor.** Analyse im akkreditierten Labor nach VDI 3866 (Rasterelektronenmikroskopie). Ergebnis meist innerhalb weniger Werktage.
  • **Befund erklären.** Sie bekommen den Prüfbericht und von uns eine Einordnung: Was heißt das für Ihr Vorhaben, was sind die nächsten Schritte?

Was im Prüfbericht steht

Für jede Schicht: ob Asbest nachgewiesen wurde, welche Asbestart (meist Chrysotil, seltener Amosit oder Krokydolith) und in welchem Massenanteil. Dazu die Probenbezeichnung, das Analyseverfahren und die Akkreditierung des Labors. Der Bericht ist das Dokument, das Behörde, Entsorger, Hausverwaltung, Käufer und Versicherung akzeptieren. Er gehört in die Hausakte – auch bei negativem Befund.

Kann ich die Probe selbst nehmen und einschicken?

Rechtlich ist das nicht verboten, praktisch geht es meistens schief: Es wird nur die Platte eingeschickt, nicht der Kleber. Die Probe ist zu klein oder falsch verpackt. Beim Abbrechen entsteht Staub. Und das Labor kann nur befunden, was es bekommt – ein negativer Befund für die Platte sagt nichts über den Kleber darunter. Wenn Sie es trotzdem selbst machen wollen: alle Schichten, angefeuchtet, jeweils daumennagelgroß, getrennt in Gefrierbeutel, beschriftet. Wir sagen Ihnen gern, welches Labor.

Probe, Gutachten oder Freimessung – was brauchen Sie?

Drei Begriffe, die oft verwechselt werden:

LeistungWannWer
MaterialprobeVor der Sanierung: Ist Asbest im Boden?wir – Asbestbodenprofi
SchadstoffgutachtenVor Umbau/Abriss/Verkauf: Welche Schadstoffe sind im ganzen Gebäude?Schwestermarke asbestgutachten-owl.de
FreimessungNach der Sanierung: Ist die Raumluft sauber?Schwestermarke Freimessprofi – unabhängig vom Sanierer

Erkundungspflicht für Eigentümer und Bauherren

Seit der Novelle der Gefahrstoffverordnung müssen Veranlasser von Bau- und Sanierungsarbeiten in Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 vorab klären, ob Asbest betroffen sein kann (§ 5a GefStoffV). Für Hausverwaltungen, Vermieter und Bauherren heißt das: Bevor der Bodenleger, Elektriker oder Sanitärbetrieb an den Boden geht, muss der Verdacht abgeklärt sein. Die Materialprobe ist der einfachste Weg, dieser Pflicht nachzukommen – und der Prüfbericht ist der Beleg dafür.

So läuft die Sanierung ab

  1. 01

    Foto schicken

    Erste Einschätzung: Lohnt eine Probe oder ist es offensichtlich?

  2. 02

    Termin

    Probenahme vor Ort, meist unter 30 Minuten.

  3. 03

    Alle Schichten

    Angefeuchtet, getrennt, beschriftet, dokumentiert.

  4. 04

    Labor

    Akkreditiert, VDI 3866, wenige Werktage.

  5. 05

    Befund

    Prüfbericht plus Einordnung von uns.

  6. 06

    Entscheidung

    Negativ: Bodenleger. Positiv: Festpreis für die Sanierung, Probe wird verrechnet.

Häufige Fragen

Ein Bruchteil der Sanierung – Probenahme vor Ort plus Laborgebühr je Schicht. Den genauen Betrag nennen wir Ihnen vorab; bei anschließender Beauftragung der Sanierung verrechnen wir die Probe.

Ist das Asbest? Wir sagen es Ihnen.

Schicken Sie uns ein Foto vom Boden und ein paar Eckdaten – Sie bekommen eine ehrliche Ersteinschätzung, ob und wie saniert werden sollte.