
Das BT-Verfahren für Asbestböden
Die Maschine in unserem Logo ist eine Bodenschleifmaschine mit Absaugung. Sie ist der Kern des anerkannten emissionsarmen Verfahrens BT 33.7 – und der Grund, warum eine Bodensanierung heute schneller, sauberer und günstiger ist als vor zehn Jahren.
DGUV-anerkannt
BT-Verfahren sind von der Unfallversicherung geprüfte, emissionsarme Arbeitsweisen.
Staub am Werkzeug erfasst
Der H-Sauger hängt direkt an der Maschine – nicht irgendwo im Raum.
Weniger Schutzaufwand
Geringe Exposition heißt: weniger Abschottung, kürzere Zeit, niedrigere Kosten.
Freimessung trotzdem
Wir messen jeden Bereich frei – unabhängig davon, was das Verfahren erlaubt.
Was bedeutet „BT-Verfahren“?
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat für wiederkehrende Asbestarbeiten Verfahren geprüft und beschrieben, bei denen nachweislich nur wenige Fasern frei werden. Diese emissionsarmen Verfahren tragen ein Kürzel und eine Nummer – BT steht für die Verfahren aus dem Bereich Bautechnik. Sie sind in der DGUV-Information 201-012 beschrieben und werden von den Aufsichtsbehörden als Stand der Technik anerkannt.
Für Bodenbeläge ist das Verfahren BT 33.7 maßgeblich: der Ausbau von Vinyl-Asbest-Platten in Verbindung mit dem Entfernen des asbesthaltigen Klebers. Es legt fest, wie die Platten gelöst werden, mit welcher Technik der Kleber abgetragen wird, welche Absaugung nötig ist und wie der Bereich gereinigt wird. Wer sich daran hält, arbeitet mit geringer Exposition – das ist die niedrigste Risikostufe in der Gefahrstoffverordnung und erlaubt einen deutlich schlankeren Schutzaufwand als bei Arbeiten mit hohem Risiko.
Warum Kratzen und Fräsen keine Option sind
Bis in die 2000er Jahre wurde Asbestkleber häufig mit dem Spachtel abgeschlagen, mit dem Stemmhammer abgestemmt oder mit der Fräse ohne Absaugung bearbeitet. Jede dieser Methoden setzt große Mengen Fasern frei: Der Kleber bricht in Splitter, der Staub verteilt sich im Raum, die Fasern schweben stundenlang. Das zwang zu Vollschutz, aufwendiger Abschottung und langen Reinigungszeiten – und trotzdem blieben Fasern im Haus.
Das BT-Verfahren dreht das Prinzip um: Der Staub wird nicht bekämpft, nachdem er entstanden ist, sondern am Entstehungsort abgesaugt, bevor er den Raum erreicht. Dafür braucht es die richtige Maschine mit der richtigen Absaugung – und Leute, die wissen, wie langsam man damit fahren muss.
Das Gerät: Bodenschleifmaschine mit H-Absaugung
Der Kern des Verfahrens ist eine Einscheiben-Bodenschleifmaschine, wie sie auch beim Betonschleifen eingesetzt wird – mit Diamantsegmenten, die den Kleber in dünnen Lagen abtragen, statt ihn zu brechen. Entscheidend ist die Haube: Sie umschließt die Schleifscheibe bis auf wenige Millimeter zum Boden, und an ihr hängt ein Industriesauger der Staubklasse H. H-Sauger halten über 99,99 Prozent der feinsten Partikel zurück, ihre Filter sind für Asbest zugelassen, und der Staub wird direkt im Beutel oder Big Bag gesammelt, ohne dass ihn jemand anfassen muss.
Für Ecken, Türzargen und Heizungsrohre kommen Handschleifer mit eigener Haube und Absaugung zum Einsatz. Für die Platten selbst braucht es keine Maschine: Sie werden mit Wärme und breitem Spachtel möglichst bruchfrei gelöst – jede Platte im Ganzen in den Big Bag.
Der Ablauf nach BT 33.7
So sieht ein Einsatz bei Ihnen konkret aus:
- **Anzeige.** Mindestens sieben Tage vor Beginn bei der zuständigen Bezirksregierung, mit Arbeitsplan und Verfahren.
- **Abschottung.** Folie an Türen und Durchbrüchen, Unterdruckgerät mit H-Filter. Bei geringer Exposition reicht eine einfache Abschottung – keine dreistufige Schleuse wie bei Spritzasbest.
- **Platten lösen.** Mit Heißluft und Spachtel, ohne Bruch, direkt verpacken.
- **Kleber schleifen.** Bodenschleifmaschine mit Haube und H-Sauger, in Bahnen, in dünnen Lagen, bis der Estrich sauber ist. Ränder mit dem Handschleifer.
- **Feinreinigung.** Alle Oberflächen im Bereich absaugen und feucht wischen. Folie, Filter und Schleifstaub gehen als Asbestabfall in den Big Bag.
- **Freimessung.** Raumluftmessung unter Nutzungssimulation. Freigabe unter 500 Fasern pro Kubikmeter – mit Prüfbericht.
Was das Verfahren für Sie bedeutet
Ein anerkanntes emissionsarmes Verfahren ist kein Fachdetail, sondern hat direkte Folgen für Ihr Projekt:
- **Kürzere Sanierungszeit.** Ein Raum an einem Tag, eine Wohnung in zwei bis vier Tagen – statt einer Woche.
- **Weniger Eingriff ins Haus.** Einfache Abschottung statt Schleusenbau; angrenzende Räume bleiben nutzbar.
- **Niedrigere Kosten.** Weniger Schutzaufwand und weniger Zeit schlagen sich direkt im Preis nieder.
- **Belegreifer Untergrund.** Der geschliffene Estrich ist sauber und eben – der Bodenleger kann meist ohne zusätzliche Ausgleichsmasse verlegen.
- **Dokumentation.** Anzeige, Arbeitsplan, Freimessprotokoll und Entsorgungsnachweis liegen am Ende vollständig vor.
Wo das BT-Verfahren an Grenzen stößt
Ehrlich gesagt: nicht bei jedem Boden. Auf Holzdielen frisst sich die Schleifmaschine ins Holz, hier wird der Aufbau anders gelöst. Bei Cushion-Vinyl mit schwach gebundenem Rücken gilt nicht die Stufe „geringe Exposition“, sondern hohes Risiko – dafür braucht es die behördliche Zulassung, die wir haben, und ein anderes Schutzkonzept. Bei dickem Steinholzestrich wird gefräst und gestemmt, nicht geschliffen, mit entsprechend mehr Abschottung. Wir sagen Ihnen vorab, welches Verfahren bei Ihnen greift – und warum.
Sachkunde, Zulassung, Anzeige – was dahinter steht
Für jede Asbestarbeit muss die verantwortliche Person die Sachkunde nach TRGS 519 Anlage 3 nachweisen; dazu kommt die Gerätefachkunde für Absaug- und Filtertechnik. Für Arbeiten an schwach gebundenem Asbest braucht der Betrieb außerdem eine behördliche Zulassung nach § 11a Gefahrstoffverordnung. Jede Maßnahme wird vor Beginn bei der Aufsichtsbehörde angezeigt – in NRW bei der zuständigen Bezirksregierung. Die Eckstein GmbH erfüllt alle drei Voraussetzungen. Sie können sich das Sachkundezertifikat und die Zulassung vor Auftragserteilung zeigen lassen – das sollten Sie bei jedem Anbieter tun.
So läuft die Sanierung ab
- 01
Verfahren festlegen
Anhand von Fotos oder Besichtigung: BT 33.7, Estrichabtrag oder Ausbau mit Zulassung.
- 02
Anzeige
Sieben Tage vorher bei der Bezirksregierung, mit Arbeitsplan.
- 03
Abschottung
Folie, Unterdruck, H-Filter – passend zur Risikostufe.
- 04
Platten lösen
Bruchfrei, sofort verpackt.
- 05
Kleber schleifen
Maschine mit Haube und H-Sauger, dünne Lagen, bis zum sauberen Estrich.
- 06
Freimessung
Unter 500 Fasern/m³, Prüfbericht, Übergabe.
Das BT-Verfahren in Ihrer Stadt
Betriebsstandort Bielefeld – kurze Wege in ganz Ostwestfalen-Lippe, planbare Einsätze im Ruhrgebiet, Münsterland und Rheinland.
Häufige Fragen
BT-Verfahren sind von der DGUV geprüfte, emissionsarme Arbeitsweisen für wiederkehrende Asbestarbeiten. Für Bodenbeläge gilt BT 33.7: Vinyl-Asbest-Platten bruchfrei lösen, Kleber mit einer Bodenschleifmaschine unter H-Absaugung abtragen. Die Exposition ist dabei so gering, dass ein schlankerer Schutzaufwand erlaubt ist.
Verwandte Leistungen
Floor-Flex-Platten entfernen →
Der typische Einsatz für BT 33.7.
Asbestkleber entfernen →
Der Kleberabtrag im Detail.
Cushion-Vinyl →
Wo das BT-Verfahren nicht gilt.
Kosten →
Warum das Verfahren den Preis senkt.
Entsorgung →
Was mit dem Schleifstaub passiert.
Über uns →
Sachkunde und Zulassung der Eckstein GmbH.
Ist das Asbest? Wir sagen es Ihnen.
Schicken Sie uns ein Foto vom Boden und ein paar Eckdaten – Sie bekommen eine ehrliche Ersteinschätzung, ob und wie saniert werden sollte.
- 0174 8083023 – auch WhatsApp
- Mo–Fr 7:00–18:00 Uhr, Sa nach Vereinbarung
- E-Mail: info@rueckbaupro.de